Ich habe meinen Horizont erweitert! Und zwar an einer Stelle, die ich nicht für möglich gehalten hätte: An der Keksbackfront! Mama, ihreszeichen Keksbackmeisterin, hat sich heute zu mir in meine bescheidene Küche gesellt, um mit mir 4 ganz neue Keksvarianten zu backen. Damit die Läufer beim Klosterneuburger Adventlauf nächstes Wochenende gut und vorweihnachtlich verköstigt werden.
Ich hab Tonnen an Margarine und sonstigen bunten Zutaten nach Hause getragen und vier Keksrezepte ausgesucht, die am Foto unheimlich lecker aussehen. Was mir besonders an meiner Auswahl gefiel: Mama kennt diese Kekse noch nicht. (Was ein kleines Wunder ist, denn sie hat bereits zahllose Kekssorten gezaubert - eine leckerer wie die andere.)
Somit wurde in meiner Küche für 4,5 Stunden für 4 Kekssorten geknetet, gewogen, gehackt, gerieben, gebacken, gekocht, erhitzt, geschwitzt, gewalkt, bestrichen und was weiß der Teufel noch alles. Ich muss gestehen: Nach rund 3,5 Stunden ist mir die Backkraft ausgegangen. Doch ich traute mich nicht raunzen, wollte doch im Beisein der Backkoryphäe nicht schwächeln. Meine Beine schmerzen vom 2-Stunden-Lauf in Laxenburg und ich wollte sooo gerne sitzen/liegen/schlafen. Zwei Kaffee musste ich trinken, sonst hätte ich mich vor dem Backrohr zusammengerollt und ein bisschen gemützelt. Backen ist anstrengend und macht sehr müde, soviel steht fest.
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| Da war ich noch motiviert, lauter Mohnsterne zu stechen. Danach wurden es Mohnwürfeln - schmecken genauso. |
Es ist mir ein völliges Rätsel wie Keksebäckerinnen 10, 15 oder 20 und mehr Sorten an Weihnachtskeksen für ein Weihnachten produzieren können. Ich schaffe 4. Zu zweit. Vielleicht liegt es daran, dass ich dafür nicht richtig "trainieren" kann. Sonst müsste ich wöchtentlich eine Keksbackeinheit einlegen. Und was das für mein Kampfgewicht bedeutet, wage ich mir gar nicht auszumalen. Somit dümpelt meine Backkunst eben so rookiemäßig vor sich hin ohne jemals zur wahren Kunst aufzusteigen. Macht nix.
Die vier Sorten Kekse lagern nun in meinem unterkühlten Schrankraum. Sie sind mit provisorischen Adaptierungen echt gelungen! Aus den Kürbiskekssternen wurden Kürbisstangerln. Aus den Mohnsternen nach dem ersten Blech mit ausgestochenen Sternen und unheimlich viel Restkeksbruch rundherum am zweiten Blech dann Mohnwürfel. Eine sehr effiziente "Ausstechtechnik".
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| Sehen robust aus - schmecken besonders lecker! Mein neuer Keks-Stolz! :-) |
Mein ganzer Stolz sind jedoch die etwas rustikal wirkenden Cranberrie-Herzen. Sehen aus wie ganz normale Kinderausstechkekse mit "gesundem" Kleks drauf. Schmecken voll gut!! Die war'n auch so einfach zu machen, dass ich sie in mein Keksbackrepertoire aufgenommen habe.
Ich bin jetzt sehr erschöpft und müde. Von der vielen Nascherei wurde mir schon ganz picksüßübel und ich musste nach getaner Arbeit einige Kapernbeeren auf ex essen. Dann ging's wieder besser. Jetzt habe ich es mir hier am Sofa gemütlich gemacht, auf dem ich heute aber nicht "alt werde". Gottseidank ist es im Wohnzimmer von der Backrohrhitze warm genug, denn zum Kamineinheizen bin ich zu schwach. Somit werde ich innerhalb der nächsten paar Minuten schlafen gehen. Und von Keksen träumen, die den Klosterneuburger Adventläufern besonders gut schmecken!


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