Mittwoch, 25. November 2009

Poesie

Bild von www.schwarze-welle.com


Graues Land
von Stefan Zweig


Wolken in dämmernder Röte
droh'n über dem einsamen Feld.
Wie ein Mann mit trauriger Flöte
geht der Herbst durch die Welt.

Du kannst seine Nähe nicht fassen,
nicht lauschen der Melodie.
Und doch: in dem fahlen Verblassen
der Felder fühlst du sie.


SJP BAUT UM --- Feuer frei!

Mein letzter großer Umbau-Streich für die nächste Zeit ist die Anschaffung eines kleinen Kaminofens. Ich hätte nie geglaubt, dass es einmal möglich sein wird, in dieser Wohnung einen solchen Ofen zu betreiben - denn es war bis vor Kurzem nicht erlaubt. Doch Wunschgedanke hin, Träumerei her, plötzlich gibt es Umstände und ergeben sich Möglichkeiten und voila!: Ich darf!

Vorher stand hier mein Sofa.
Auch wenns hier manchmal heiß zugeht,
in Flammen stand es noch nie... :-)


Jetzt steht hier mein Kaminofen.
Definitiv eine feurige Angelegenheit!


Ich träume davon, seit ich wohne. Davon, vor einem Ofen oder Kamin zu sitzen und ins Feuer zu schaun. Es wärmt, innen und außen. Der Anblick beruhigt und fasziniert. Zu sehen, wie Flammen im Augenblick ein Bild ergeben, das sich nie mehr wiederholen wird. Das ist Beobachten im Jetzt. Sein in der Gegenwart. Mit allen Sinnen.

Doch heute darf ich noch keine Flammen sehen. Denn das Ofenrohr-Endstück wurde in die Wand einzementiert. Und ich darf nicht hingreifen. Nur schaun...! Also bin ich geduldig und warte bis morgen. Oder bis ein ganz besonderer Moment da ist, ins Feuer zu schaun. Aber lang wart ich nicht...! :-)

Dienstag, 24. November 2009

Schwerenot

Heute fühle ich mich gar nicht gut. Könnte auch sagen: Totalabsturz. Ich fühle mich so, als hätte meine Seele seit drei Jahren nicht geschlafen. Weil sie immer auf der Hut sein muss, immer acht geben muss, dass mir nichts passiert. Das macht müde. Und vermittelt ein Gefühl von Einsamkeit. Was wiederum Sehnsucht weckt in Geborgenheit und beschützender Nähe den Abend zu verbringen - mit ihm. Wer auch immer "ER" sein soll. Also dreht sich das schlechte Gefühl heute im Kreis.

Ich bin alleine. Das macht ruhelos. Das macht müde. Das macht einsam. Das macht sehnsüchtig. Das macht traurig, weil ich alleine bin.

Unangenehmerweise kommt dann auch noch mein neuer Lieblings-Psycho-Schmerz dazu. Ein ekelhaftes Stechen unter dem rechten Rippenbogen. Den ganzen Tag über hat es mich gequält und erst jetzt, wo ich hier ziemlich ausgestreckt am Sofa liege, ist es zumindest erträglich. Immer wieder macht sich dieser Schmerz bemerkbar, wenn es auch in der Seele weh tut.

Also schleppe ich mich heute müde vom Job nach Hause. Bin in nullkommanichts im Pyjama. Und schreib hier in der Hoffnung, ich kann heute gut schlafen und muss nicht mitten in der Nacht aufstehen, um zu schreiben...

Wie lange halten rastlose Seelen ohne Schlaf durch? Und warum ist es so schwierig mich selbst so weit zurückzunehmen, dass ich mich geistig erholen kann? Es gibt nichts zu versäumen. Das mit der Ablenkung funktioniert auch nur dann, wenn ich mich gut fühle.

Ich habe mir heute etwas vorgestellt. Denn damit beginnt immer die Erfüllung eines innigen Wunsches. Eines Tages beginnt hier ein Beitrag mit dem Satz:

Heute hat sich meine Seele ausgeschlafen.

Und bis dahin gibt es einfach weiterhin lauter für mein Universum unheimlich wichtige Dinge zu lesen. Ist ja schließlich mein Kaffee.


Sonntag, 22. November 2009

Wiener Derby

Heute hat in meinem internen Wettkampf (Essen : Match) zum ersten Mal das Fußballspiel gewonnen. Wir war'n beim Wiener Derby, also Rapid gegen Austria, in St. Hanappi, wie die Fans ihr Stadion liebevoll nennen.

Heute gab's für alle was zu tun.
Was gut war bei der Kälte.

Grundsätzlich bin ich ja Austrianerin. Mein Brüderchen war (und ist) ein Violetter, also blieb mir gar nichts anders über, als auch violett zu sein. Diese Zwistigkeit hätte das Mobiliar unseres gemeinsamen Kinderzimmers niemals überstanden...

Auch heute saß ich da in der tiefgrün-weißen VIP-Zone, ein wenig kleinlaut, aber doch mit violetter Ausprägung im Herzen. Na gut, wir haben verloren. Was dem Vollblutrapidler neben mir natürlich besonders gefiel. Und trotz des 4:1 gegen die Platzhirschen: Mir hat's auch gefallen.

Die berüchtigte grün-weiße Westtribühne
im Hanappi-Stadion.
Unglaublich, wie laut die sind und wieviel
Stoff die für Banner vernähen.

Hätte gedacht, da kommen mehr von den Violetten.
Doch wer weiß wieviele zwischen diesen Fronten
saßen, so wie ich... ;-)

Denn irgendwie ist die Stimmung bei einem Wiener Derby anders. Herzblut, Leidenschaft und Fantreue durch und durch bis in den hintersten Winkel des Austragungsortes. Ich beobachte gerne, wie andere Menschen ihre Leidenschaften ausleben, mögen sie sich von meinen auch noch so unterscheiden. Ich staune, wie aufwändig die Fanclubs ihre Zugehörigkeit unterstreichen - mit Inschriften, Plakaten, Fahnen und Wimpeln, mit Kleidung und Sprechchören, Trommeln und Redelsführern mit Mikros, die vom Spiel aufgrund ihrer Fananfeuerungen so wenig mitbekommen, dass sie es nachher im Fernsehen nachsehen müssen. Auf allen Sitzplätzen gab es grüne und silberne Fahnen, mit denen jeder Stadionbesucher wie irr vor Anpfiff herumfuchtelte. Der Platzsprecher ist sowieso eine Klasse für sich und schön langsam verstehe ich auch, was da so inbrünstig in den Schlachtgesängen zum besten gegeben wird. Naja, ganz schön derbe Sprüche schreien sie sich zu, von einer Seite zur anderen. Und dem nicht genug, es werden auch noch aktuelle Kurzschlagzeilen in Form riesiger Schriftzüge dem rivalisierenden Gegenüber vor den Latz geknallt. Die Gegenseite reagiert mit einem Stinkefinger und einer passenden frechen Antwort - da wird einander wohl schon bei der Planung ausspioniert...


Bengalische Feuer werden ab nächstem Jahr in den
Stadien verboten. Daher mussten sie hier alle
Vorräte auf einmal verbrennen.


Es war heute wirklich ein Erlebnis. Auch wenn ich einen Teil des Spieles zur Sicherheit aus Schutz vor der Kälte drinnen mitverfolgt habe. Ein Wiener Derby hat was besonderes - lohnt sich, das anzusehen!

Hier gibts interessante Details zum Wiener Derby!

Freitag, 20. November 2009

Wie wird man schnell gesund.

Eine Grippe dauert ohne Medikamente eine Woche. Und mit 7 Tage. Sagt man so.

Also sind es nur vielleicht die Pulverln und Safterln, die man schluckt, die uns wieder gesunden lassen. Doch es gibt einiges anderes, das die Genesung in jedem Fall beschleunigt.

- Wenn Dir jemand etwas zu Essen vorbeibringt, das Dir besonders gut schmeckt, nachdem sich endlich wieder Appetit und Hunger einstellen.
- Wenn Du ein kleines Geschenk bekommst, einfach so, ganz ohne Anlass.
- Wenn Du am Telefon dazu verführt wirst zu lachen, weil Deine Niedergeschlagenheit zuerst ernst genommen und dann mit Humor beseitigt wird.
- Wenn sich jemand zu Dir setzt, Grippebazillen hin oder her, und Dir zuhört, mit Dir quatscht und Dir die Zeit vertreibt, egal wie zerrauft und fertig Du gerade aussiehst.
- Wenn Du Blumen bekommst, mit einer Gute -Besserung -Karte von jemandem, mit dem Du so gar nicht gerechnet hast.

Kam heute per Bote... - beste Medizin!

Lauter Dinge, die besser wirken, als jedes Antibiotikum. Lauter große Kleinigkeiten die dazu beitragen, dass man sich schlagartig besser fühlt. Und dazu noch lauter Dinge, die mir die letzten Tage passiert sind. Wieso verschreibt das kein Arzt?!?

Tierhalteverbot

Ungewohnte Töne dringen durch die Wände unserer Wohnungen hier seit geraumer Zeit. Nicht nur des Nachts, sondern zu fast jeder Tages- und Nachzeit. Wolfsgeheule der schaurigsten Art. Oder traurigsten Art?

Also wir leben hier in einem Wohnhaus mit Tierhalteverbot. Ja, das gibt es - auch heute noch. Das ist auch nicht weiter entsetzlich, denn so oft wie in unserem Haus steht Dir selten eine mehr oder weniger große Fellwurst mit unschuldigem Blick im Stiegenhaus gegenüber - nichtwissend, dass sein Herrl gegen eines der traditionsreichsten Genossenschaftsverbote unserer Herbergsgeber verstößt. Oder belegen mehrere treue Mietergefährten auf vier Beinen den Aufzug derart, dass vom Rudelführer kaum mehr was zu sehen ist und ich aus Platz-, Zeit- und Sauerstoffmangel zu Fuß gehen muss. Mit einem Satz: Dieses Verbot hat ein paar Klagende, aber keine Kläger. Über den Richter urteile ich nicht, er ist mein Brötchengeber.

Es stört also niemanden so richtig, dass die Anzahl der Mieter inkl. Haustiere trotz Verbot erheblich höher ist, als im Tierschutzhaus.

Von Wölfen steht wahrscheinlich
nix im Tierhalteverbot...

Doch in letzter Zeit herrscht Unruhe. Denn in einer der neu besetzten Wohnungen gibt es einen Vierbeiner, den es gewaltig kränkt, wenn er temporär alleinstehend leben muss. Und seiner Trauer Luft macht, indem er oder sie dann gewaltig heult. Stundenlang. Seit nunmehr geschätzten 3 Wochen. Also i sog's glei: I bin's ned.

Meine direkten und/oder indirekten Nachbarn (so genau kann ich das bei den schalldurchgängigen Wänden nicht immer feststellen) haben gegen Lärm eine, wie sie glauben, besonders ausgeklügelte Strategie. Sie schlagen mit den gleichen Waffen zurück. Sie lärmen. Bedeutet, sie trommeln womit auch immer, gegen Wände, Heizungsrohre, Türen oder diverses bruchfestes Mobiliar, um sich - nun ja, was wollen sie sich damit verschaffen? Ruhe? Gehör? Friede?

Wollen sie damit den Lärm des Krawallschanis, der sie stört, übertönen oder nur ihrem Ärger Luft machen? Sind die Racheradauheinis denn tatsächlich überzeugt, man würde aufgrund Angst vor anonymen Gegendiewändehämmern sofort den Geräuschpegel eines Schweigeklosters simulieren? Ich fürchte ja, sie sind überzeugt davon. Denn sie hämmern und hämmern und hämmern. Teilweise lauter als die Anfangslärmfraktion und dann ist das ganze verdammte Haus (einschließlich mir) munter. Ja, und dann kann es schon passieren, dass sich das ganze zu einem ordentlichen Gepumpere aufschaukelt. Bis alle erschöpft und müde sind und wieder friedlich einschlafen - nachdem sie alle noch vor lauter Aufregung über dieses Ärgernis aufs Klo gerannt sind und zigfach die Spülung betätigt haben. Ja, dann herrscht wieder Nachtruhe, dann haben wir es geschafft...

In geschätzten 5 Prozent der Fälle kommen die Lärmrückschläger tatsächlich mit ihrer lauten Forderung nach Stille durch und das Ursprungsdezibelepizentrum lässt sich von der Hämmerei einschüchtern. Doch im Falle unseres neuen Wolfshundes ist das - wie zu erwarten - ein wenig anders. Dem ist es - wer hätte das gedacht - tatsächlich furzegal, wer da im Gebäude seinen Grant mit Schlägen gegen das Mauerwerk ob seines Geheuls abreagiert. Denn er ist einsam, der Hund. Und außer seinem Herrl oder Frauerl kann ihn niemand trösten und schon gar niemand einschüchtern.

Heute hat sich die Situation auch noch dramatisch zugespitzt. Insgeheim befürchte ich ja schon seit einigen Tagen, es könnte sich in unserem hundedurchsetzten Gebäude irgendwo ein weiterer Vierbeiner mit unserem Neuhund solidarisch erklären. Das hab ich wohl verschrieen. Seit heute heulen zwei. Hehe... Im Grunde genommen nervt es mich ein wenig. Vor allem, wenn ich hier rekonvaleszent herumlieg' und schlafen möchte. Doch Aktion und Reaktion meiner tierischen und unmenschlichen Mitbewohner tragen zu einem gewissen Grad dazu bei, mich zu amüsieren. Soeben geht ein Jaulen und Klopfen durch das Haus, dass es eine wahre Freude ist!

Nun ich kenne den nächsten Schritt der Hausgemeinschaft genau. Schließlich wohn ich ja schon lang genug da, lasse mich manchmal von diesen suspekten Machenschaften der Ruhegestörten anstecken und hab ab und zu auch schon mal an eine Wand getrommelt. Allerdings, aufgrund mangelnder hölzerner oder metallener Alltagsgegenstände neben meiner Schlafstatt nur mit den Fäusten und das konnte nichtmal ich richtig hören. Weh getan hat es jedenfalls sehr, deshalb finde ich es blöde, mit Lärm auf mein Ruhebedürfnis aufmerksam zu machen - das macht keinen Spaß, nichtmal im größten Grant.

Tja, jetzt wird es nicht mehr lange dauern. Und es schleichen alsbald finstre Gestalten durch die Gänge, um den Hundling zu finden, der ihnen da die Schlafgewohnheiten raubt. Denn durch die komplizierte Architektur unseres Hauses weiß man nicht, wer tatsächlich der Nachbar nebenan ist. Der mit der Türe gleich daneben, so wie das im normalen Leben der Fall ist, ist es jedenfalls nie... - ehrlich! Also geht man lärmwärts (ja, ich hab das auch schon gemacht, ich geb's ja zu...) auf leisen Sohlen (dafür wurden die Croqs erfunden) von einer Tür zur nächsten, legt das Ohr an diverse Eingänge und triumphiert mit stolzgeschwellter Brust und wutentbrannter Seele ob der ausgemachten Krawallquelle! Dann kommen meine Mäusefäuste jedenfalls zum Einsatz, denn an Eingangstüren wirken sogar die! Der Rest ist eine andere Geschichte...

Was die Nachbarn damit beim jaulenden Hund erreichen wollen, weiß ich noch nicht. Ich habe jetzt schon nach kürzester Recherche durchschaut, dass es sich nichtmal lohnt, am Gang zu lauschen, ob eventuell doch der Türnachbar den neuen Hund hat. Aber sollte jemand im Haus dann vor der Hundetüre stehen, vielleicht beruhigt es den einsamen ja, wenn jemand vor der Türe steht und dann ist wieder heilige Ruhe.

Ich jedenfalls lausche hier vom Sofa aus aufmerksam dem Geschehen entgegen. Der Lärm löst sich sicher in den nächsten Tagen ohne mein Zutun. Und hoffentlich auch ohne Mord und Totschlag.

Donnerstag, 19. November 2009

Frau Kummers rote Stiefel

Nachdem so ein G'riss um die Choo-Schuhe beim H&M war, und mir der Kauf solcher durch einen völlig verstopften Online-Shop verweigert blieb ist meine Schuhsucht nun natürlich extrem unbefriedigt.

Und da warn sie wieder. Die Schuhe, die mich vom Wetterbericht schon vor Wochen einmal ablenkten. Die roten Stiefel an der ORF-Wetterlady. Wow! Ich konnte keinen Blick von ihnen nehmen, das Wetter ist völlig spurlos an mir vorübergezogen. Verdammt, sind das scharfe Stiefel!

Ich glaube nicht, dass ich noch gut
weiterleben kann ohne diese Stiefel...
*heul*...


Also hab ich sie angeschrieben, die Frau Kummer. Und auch prompt eine Antwort bekommen. Von Stuart Weitzman sind sie. Ich forschte die schicken Schätze dann aus: Pointure in scarlett suede. Oh mein Gott - was mach ich nur mit dieser Information? Zur Zeit fast fiebrig (fällt mir ja leicht bei der Körpertemperatur im Moment) nach diesen Stiefeln im Netz suchen. In braun hätt ich sie schon - aber sie müssen dieses weinrot haben. Sie müssen einfach!! Manchmal verfluche ich diese Sucht...

Oh, jetzt gerade kündigen sie die Wetterlady in den Nachrichten an. Na, dann hoffe ich, sie trägt sie wieder, dass ich zumindest ein bisschen anschaun kann, was ich nicht kriege...

Mittwoch, 18. November 2009

Na da hammas...

Blöde Schreiberei von wegen "keimfreie Discozone"... Liege im Bett und bin krank. Knapp an einer Lungenentzündung vorbeigeschrammt, weil ich Zezn (gottseidank) immer gleich zum Onkel Doktor laufe, wenn mir was komisch vorkommt. Und das Stechen in den Bronchien ohne andere Krankheitsanzeichen kam mir sehr komisch vor. Wichtigerweise musste ich ja Montag abend noch unbedingt schwimmen gehen. Trainingsbevorratung nennt sich das wohl. Naja, Fieber hat sich dann schon in der Nacht dazugesellt und seit heute hab ich auch die Erkältung, Ohren- und Schädelweh und was weiß ich noch alles.

Bild: "Die Konsequenz der Schweinegrippe"...
Angesichts meines Kosenamens finde ich diese
Situation besonders bedrückend.


Damit ich nicht depressiv werde zwinge ich mich ein bissl was zu schreiben. Denn vom Liegen und Fernsehen werde ich schwachsinnig und fühle mich gleich noch kranker. So hab ich zumindest meine Dienstmails gecheckt, bissl diensttelefoniert, zwei kleine private Mails verschickt und diesen Blog hier geschrieben.

Und meinen Trainingscheck abgesagt, was mich besonders grantig macht. Hab mich doch schon so drauf gefreut, dass es wieder angeht. Doch jetzt fühle ich mich so, als hätte ich noch nie im Leben Sport getrieben und komme nie wieder in die Gänge. Ja, weiß eh, das wird alles wieder. Aber erst wenn sich dieses Gefühl der Besserung einstellt, dann gehts wirklich bergauf. Zur Zeit aber befinde ich mich noch irgendwo im Bazillental. Und geh wieder schlafen.

Sonntag, 15. November 2009

Sammelbericht - 2. Novemberwoche 2009

Was hat sich die letzten Tage getan? Viel, zur Zeit ist ganz schön was los. So viel, dass ich nicht dazukomme, einzelne Artikel zu schreiben. Und so viel, dass ich es gerade irgendwie spaßig finde, das alles so zusammenzufassen.

Der Sonntagslauf war ein wunderschöner Ausklang.
Und diese Rose am Weg eine Liebeserklärung an die abgelaufene
Woche, an jene Menschen, die mir gut getan haben und
natürlich an die Stadt in der ich lebe!

Mitte der Woche habe ich endlich meine Brille bekommen! Claudia hat sie mit mir zusammen gut ausgewählt. Klar, zweifel ich noch daran, dass sie mir steht. Doch einige in meinem Umfeld meinten, sie passt. Also passt sie eben und Pasta! Jedenfalls seh ich jetzt sehr scharf und wenn ich sie mal nicht mitnehme, dann geht sie mir richtig ab!

Donnerstag dann ein echter Erfolg im Job und eine gute Entscheidung. Hatte richtig Bauchweh vor dieser Besprechung und jetzt - nachdem alles so gut ausgegangen ist - große Motivation, das Projekt so richtig erfolgreich abzuschließen. Anscheinend geht immer alles Hand in Hand. Geht es mir privat gut, gehts auch beruflich gut!

Freitag habe ich was neues ausprobiert. Ein neues Rezept. Kleine Hendlfilets in Parmaschinken gewickelt und mit Parmesan-Rucola-Kruste überbacken. Dazu gabs Pilz-Broccoli-Risotto. Mein erstes Risotto. Als Nachspeise flambierte Äpfel - die war'n nicht neu sondern bewährt. Alles in allem ein großer Erfolg, superlecker und mit einer Flasche Junker und Aussicht über Wien ein geniales Dinner für zwei!

Samstag vormittag dann eine Shopping-Pilgerfahrt nach Parndorf. War schon ewig nicht mehr dort. Im Grund genommen gibts teures Zeug ein bissl weniger teuer. Was mich auch nicht zum Kauf anreizt. Oder totalen Ramsch - die Sachen beim MEXX z.B. kenn ich überhaupt nicht...! Frage mich, wann die jemals in den regulären Regalen zum Kauf feilgeboten wurden? Doch dann mein finanzieller Beinahe-Niedergang. Der Falke-Shop. Uih. Damit hab ich nicht gerechnet. Ich wusste gar nicht, dass eine Rechnung alleine mit Socken und Kniestrümpfen (meine neueste Bekleidungsschwäche... :-)) so hoch sein kann! Jedenfalls kann ich jetzt noch einige Kilometer laufen, bis das ganze Gesocks durchgetreten ist!

Nach einem Besuch bei BENCH musste ich dann wegen einer geschmolzenen Kreditkarte die Einkaufstour vorzeitig abbrechen. Zuvor hatte ich noch bei Palmers spacige silberfarbene Unterwäsche und einiges mehr und bei Levis eine exakte Kopie meiner absoluten Lieblingsjeans befreit. Dann war aber Schluss und ich völlig erschöpft.

Bis zum Abend ein bisschen ausgemützelt und dann mit Claudia und Freunden zum Ö3-Zeitreise-Clubbing. Und wenn wir bis dorthin nicht die Schweinegrippe hatten, so haben wir sie jetzt. Oder sind immun. Unglaublich wieviele Leute sich auf einem Fleck drängeln können. Und wieviel Hitze sich entwickelt, wenn diese Leute dann auch noch entfesselt tanzen und herumhupfen. Wir warn relativ leicht bekleidet, doch es wurden tanzende Menschen mit Rollkragenpullover gesichtet. Unsere Theorie der Bazillenabwehr: Bei der Hitze und der Körpertemperatur sterben die Viren mit Sicherheit ab. Wir befanden uns also in der keimfreien Disco-Zone...

Dieses kleine Grüppchen hatte großen Anteil an
der Hitzeentwicklung des Saales.
Für unser Gesamtalter sind wir noch
äußerst bewegungsfreudig!


Sonntag dann zuerst mit Ingrid frühstücken im Freiraum. Sehr lecker, sehr erkenntnisreich. Was gibt es schöneres, als Sonntagvormittag mit der besten aller Freundinnen ein ordentliches Frühstück zu nehmen und über jene Beziehungen zu diskutieren, die wir gerne hätten, nicht haben können und was wir unternehmen müssten, um alles so zu biegen, dass wir dann haben was wir nicht kriegen. Perfekt!

Nein, es wurde noch besser: Zuerst noch ein wenig weitergeschlafen, die Nacht fordert ihr Opfer... Dann bei strahlendem Sonnenschein und warmen Temperaturen ein Läufchen durch die Perchtoldsdorfer Weinberge. Danach ein entspannendes "Nachdemsport-Meersalz-Vollbad". SJP, was willst Du mehr? Ehrlich Leute: Gar nichts.

Dienstag, 10. November 2009

Schuh-Los

Peace - Love - Shoes
Bei H&M lautet das Motto eher:
War-Lust-Choo


Viele Frauen haben zu viele Schuhe. Ich zähle mich nicht dazu. Ich habe fast unzählige Schuhe aber nie zu viele. Deswegen wurde zu meinen Hauptschuhschränken im Vorzimmer noch eine Zweigstelle in meinem Schrankraum eingerichtet. Schön sortiert stehen sie da, nicht alle wurden schon getragen und manche erst ein oder zweimal. Sie sind alle meine Lieblinge und damit sie sich immer mit anderen austauschen können, erobere ich nach und nach Neuzugang.

Nun sind wir, meine Schuhgesellschaft und ich, völlig aus dem Häuschen bzw. Schuhschrank. Denn Ende dieser Woche gibt es bei H&M Schuhe von Jimmy Choo zu erstehen. Wir haben einstimmig beschlossen, koste es was es wolle (also vor allem Zeit und einen gefinkelten Plan) an ein oder zwei Paar zu kommen. Meine Schuhkommune braucht so eine gute Gesellschaft und da sie in der Überzahl sind werde ich da doch nicht widersprechen?!

Was ich sicher nicht tun werde ist, mich mit ca. 5000 Furien mit angespitzten Ellenbögen an den Eingang irgendeiner H&M-Filiale zu pressen um dann völlig hysterisch ein Unpaar zu erhaschen. Nein, das brauch ich definitiv nicht - doch es gibt die Dinger auch online, also werde ich dort mein Glück versuchen.

Auf welche ich ein Auge geworfen habe, wird hier noch nicht verraten. Bei Erfolg gibt es hier hoffentlich Anfang nächster Woche die zugehörige Meldung!!

Uiihh, sind wir aufgeregt...!